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Kostenfreier ÖPNV oder nicht?

Mal eine konkrete Aussage zum #kostenlosen ÖPNV in und um Köln (P.S.: Darin nicht enthalten sind die Mehrkosten durch den Bedarf an Mehrangebote)
Ergo: Wohin die dann geschätzten 1,5 Milliarden Euro pro Jahr überweisen? (P.S.2: Mit einem BürgerTicket in Höhe von 20 € würde davon die Hälfte finanziert werden können)
Sinn machen für uns folgende Optionen zur Auswahl:
* BürgerTicket für die Stadt in der man wohnt
* BürgerTicket für den Verkehrsverbund in dem man wohnt
* BürgerTicket für das Bundesland in dem man wohnt
* Deutschlandweites BürgerTicket

Faktencheck ÖPNV-Finanzierung

Für 2 Euro am Tag durch NRW – ja, die Forderung der Grünen ist interessant, aber der grüne #Faktencheck leider inhaltlich auch viel zu #dünn. Ein paar Beispiele, die in der grünen Darstellung „vergessen“ wurden:
+ Wir haben es mal grob nachgerechnet, sollte der Vorschlag so umgesetzt werden, fehlen den Verkehrsunternehmen in NRW mehrere Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr (für den Erhalt des StatusQuo an Fahrleistungen) – die müssten dann aus Steuermitteln getragen werden
+ Die aktuellen Kapazitäten bei Bus und vor allem Bahn lassen schon alleine ein Mehr an 10% Fahrgästen derzeit gar nicht aufnehmen und der Ausbau der Kapazitäten auf der Schiene dauert strukturbedingt einfach immer ein paar Jahre bis Jahrzehnte(!). Konkretes Beispiel: Das Massnahmenbündel des Bahnknoten Köln
+ Es gibt jetzt schon viel zu wenige Lokomotivführer und der Nachwuchs ist quasi kaum da, da die Arbeitsbedingungen weiterhin unattraktiv sind. Und in der nahen Zukunft kommt noch eine ordentliche Rentenwelle auf die SPNV-Unternehmen zu……
+ Zum Thema lohnt sich auch einmal dieser lesenswerte Artikel, wie sich Bus und Bahn generell so finanziert. Beispiel: Die Bus- und Bahnkunden finanzieren das derzeitige Angebot nur zu ca. 1/3 selber, der Rest ist bereits Zuschuss aus vielen unterschiedlichen Töpfen.

Unser Fazit: Prinzipiell finden wir den aktuellen Vorstoss der Grünen interessant, aber leider auch viel zu #wahlkampflastig, so dass einfach ein paar wichtige Realitätsfakten unter den Tisch fallen gelassen wurden.